Magazin

des Bundespresseballs

Willkommen im Online-Magazin des Bundespresseballs. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte zum glamourösesten Ballevent des Jahres!


15. November 2019
Traumatische Belastungen im Journalismus

Auch 2019 spielt die Big Band der Bundeswehr für einen guten Zweck. Statt einer Gage gehen 10.000 Euro an den »VjAKK e. V.«, dessen Arbeit wir hier kurz vorstellen möchten.

»Es war morgens fünf Uhr, ich hatte vielleicht eine Stunde geschlafen, da rief mich eine ehemalige Kollegin vom Radio an. Sie fragte, ob ich live in der Morningshow berichten könnte, was ich in der Nacht zuvor erlebt hatte.« Es war der 24. Juli 2016, ein sonniger Tag, circa 40 Kilometer westlich von Nürnberg. Das Musikfestival Ansbach Open stand an diesem Sonntagabend unter keinem guten Stern. Denn um 22.10 Uhr explodierte vor dem Eingang zum Musikfestival ein Sprengsatz – gezündet von einem syrischen Asylbewerber. Durch die Nagelbombe wurden mehrere Menschen verletzt.

»Noch vollkommen benebelt von den Ereignissen war ich eine halbe Stunde später im Radio zu hören. Im Nachhinein war es keine gute Idee, denn ich hatte ja selbst noch nicht mal realisiert, was eigentlich los war. Auch an den Tagen danach bin ich wie ferngesteuert durch die Stadt gelaufen, hatte immer wieder Menschen mit einem Rucksack auf dem Rücken im Blick. Und Begegnungen mit meinen Freundinnen, die mit mir vor Ort waren, verliefen nie ohne Emotionen und Tränen. Wir hielten uns fest in den Armen und sagten uns immer wieder, wie viel Glück wir an diesem Abend hatten. Erst einige Tage später realisierte ich, dass ich wegen der Erlebnisse Hilfe benötigte. Die Notfallseelsorge der Kirche in der Stadt bot mir Hilfe und Unterstützung an, sodass ich heute sagen kann: Ohne professionelle Betreuung hätte ich diesen Abend nicht verarbeitet.«

Isabella F. war am Abend des Ereignisses gerade einmal 21 Jahre jung. Sie studierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaft Ansbach den Studiengang Ressortjournalismus. Neben dem Studium arbeitete sie in einem Nürnberger Verlagshaus als Werkstudentin und setzte sich schon früh sehr engagiert mit dem Journalismus auseinander. Sie wurde während ihres Studiums und auch in der Redaktion nicht darauf vorbereitet, wie sie mit einer emotionalen und psychischen Belastung umzugehen hat.

Der Vorfall in Ansbach, der Terroranschlag in Berlin 2016, der Amoklauf in Winnenden 2009 und viele andere Ereignisse haben den Journalismus jüngst geprägt. Hierbei sind für die Branche zwei Fragen sehr maßgeblich geworden: Wie gehe ich mit Betroffenen bei meiner Arbeit um und inwieweit hat die Arbeit vor Ort die Kolleginnen und Kollegen möglicherweise belastet? Das Thema Trauma und Traumabewältigung hat in groben Umrissen den Journalismus erreicht, dennoch muss weitaus mehr getan werden als bisher.

Der gemeinnützige Verein für journalistische Aufklärung in der Krisen- und Kriegsberichterstattung e. V. (VjAKK) setzt sich aktiv mit dem Thema auseinander und führte in Kooperation mit dem Verein ProJournal e. V. und Prof. Dr. Lilienthal an der Universität Hamburg eine Fachtagung zum Thema Trauma durch.  Früherkennung, Prävention, der Umgang mit Emotionen im Journalismus und die Betreuung von Journalistinnen und Journalisten muss mittelfristig einen höheren Stellenwert in der Branche erhalten.

Von Enno Heidtmann, Vorstand VjAKK e. V., veröffentlicht im GLANZ Magazin zum Bundespresseball 2019

 

Über den VjAKK e. V.
Der Verein für journalistische Aufklärung in der Krisen- und Kriegsberichterstattung e. V. (VjAKK e. V.) wurde 2015 gegründet und setzt sich seither für die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten in unsicheren Gebieten ein. Das Thema Trauma ist hierbei schon früh relevant gewesen und soll mit einem Handbuch für Lehre und Redaktion die Branche nicht nur sensibilisieren, sondern stärken.

11. November 2019
Die Partner des 68. Bundespresseballs

Von Mercedes-Benz, BNP Paribas und DocMorris bis hin zu unseren Medienpartnern Deutsche Welle und phoenix: Lernen Sie die Partner des Bundespresseballs genauer kennen.

PLATIN PARTNER

Daimler AG mit der Marke Mercedes-Benz

Mercedes-Benz begleitet den Bundespresseball seit über 15 Jahren als Partner und schafft es immer wieder, den Ballgästen unvergessliche Abende zu bieten. Schon die Vorfahrt auf dem Pariser Platz mit einem Mercedes-Benz-Fahrzeug ist ein Highlight für viele Ballbesucher. In diesem Jahr präsentiert sich das Unternehmen wieder jeweils mit einer Lounge im Foyer vor dem Palaissaal und in der Lobby des Hotel Adlon Kempinski. Mercedes-Benz wird die Gäste wie in jedem Jahr mit Musik und kulinarischen Köstlichkeiten überraschen. Erleben Sie abwechselnd über den Abend bis spät in die Nacht verschiedene musikalische Highlights in der Mercedes-Benz Lounge vor dem Palaissaal sowie im Mercedes-Benz Club in der Lobby. Nutzen Sie für Ihren Heimweg dann einfach den komfortablen Shuttle-Service von Mercedes-Benz.
Mehr Informationen unter: www.mercedes-benz.de

 

GOLD PARTNER

BNP Paribas

BNP Paribas ist einer der führenden Finanzdienstleister in Europa und als Unternehmensgruppe weltweit mit 192.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten. In Deutschland ist die BNP Paribas Gruppe seit 1947 aktiv. 5.000 Mitarbeiter in 13 Gesellschaften betreuen bundesweit Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden in allen relevanten Wirtschaftsregionen. Genießen Sie in der BNP Paribas-Lounge in der Bel Étage nicht nur den grandiosen Ausblick auf das Brandenburger Tor sondern auch musikalische Abwechslung getreu des diesjährigen Mottos „Wandel“. Mit den Zucchini Sistaz aus Münster und den Red Chucks aus Berlin können Sie sich auf Klassiker der Swing-Musik und den Sound der 20er und 40er Jahre freuen.
Mehr Informationen unter: www.bnpparibas.de

DocMorris

DocMorris ist die bekannteste Apothekenmarke in Deutschland und zugleich Europas größte Versandapotheke mit einem Umsatz von über 331 Millionen Euro im Jahr 2016. Über vier Millionen Kunden haben bislang Arzneimittel und Apothekenprodukte bei DocMorris bestellt. Die Versandapotheke steht für sichere, qualitativ hochwertige und flächendeckende pharmazeutische Versorgung. Dafür sorgt ein hochqualifiziertes pharmazeutisches Team von Apothekern und pharmazeutisch-technischen Assistenten. Rund 600 Mitarbeiter arbeiten insgesamt am Erfolg von DocMorris, einem Tochterunternehmen der Schweizer Zur Rose Group AG, mit Sitz im niederländischen Heerlen.
Mehr Informationen unter: www.docmorris.de

 

SILBER PARTNER

Die Deutsche Automatenwirtschaft

Über 2.000 mittelständische, oft familiengeführte Unternehmen sind in den Spitzenverbänden unter dem Dach „Die Deutsche Automatenwirtschaft e. V.“ organisiert. Die Deutsche Automatenwirtschaft steht für das legale Spiel, einen der größten Freizeitsektoren in Deutschland. Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz sind Kernanliegen des Dachverbandes. Denn um Freude am Spiel zu gewährleisten, braucht es klare Regeln. So hat die Automatenwirtschaft über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus die Qualitätsinitiative 2020 gestartet und eine Reihe von Maßnahmen für mehr Sicherheit beim Spielen ergriffen, um den Jugend- und Spielerschutz sicher zu stellen.
Mehr Informationen unter: www.automatenwirtschaft.de

Deutsche Post

Die Deutsche Post DHL Group vereint zwei starke Marken: die Deutsche Post ist Europas führender Postdienstleister und DHL bietet ein umfangreiches Serviceportfolio aus internationalem Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce-Lösungen. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 510.000 Mitarbeiter in über 220 Ländern und Territorien. Mit verantwortungsvollem unternehmerischen Handeln sowie dem Engagement für Gesellschaft und Umwelt leistet der Konzern einen positiven Beitrag für die Welt. Bis 2050 strebt Deutsche Post DHL Group die Null-Emissionen-Logistik an.
Mehr Informationen unter: www.deutschepost.de

eMotivo GmbH

Die eMotivo GmbH ist eine Agentur für individuelle Webentwicklung, Web- und Print-Design sowie klassische Werbung mit Sitz in Jesteburg (Lüneburger Heide) und Bösel (Oldenburg). Vertrauensvolle Zusammenarbeit, Qualität und Schnelligkeit sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die hohe Kundenzufriedenheit und den stetig wachsenden Kundenstamm. eMotivo verfügt über langjährige Erfahrungen und Spezialwissen im Bereich Webentwicklung, -Design sowie klassische Werbung. Angefangen mit Kunden vor Ort, hat sich der Kundenstamm der Agentur in den letzten Jahren auch überregional entwickelt. Neben dem Bundespresseball unterstützt die eMotivo GmbH deutschlandweit namhafte Unternehmen bei der Realisierung von Webportalen und Online-Shops.
Mehr Informationen unter: www.emotivo.de

Gesamtmetall

Gesamtmetall ist in diesem Jahr erstmalig Partner des Bundespresseballs und wird mit einer Fotobox für Ihr Erinnerungsfoto am Ballabend sorgen. Der Verband und seine Mitglieder setzen sich dafür ein, die Rahmenbedingungen und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie in Deutschland zu erhalten und zu verbessern. Die Kernaufgabe der M+E-Verbände ist dabei der Abschluss von interessengerechten und differenzierten Tarifverträgen und die kraftvolle Vertretung der Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen.
Mehr Informationen unter: www.gesamtmetall.de

Gmund Papier

Kosmetika, Parfums aus aller Welt, Spirituosen, feinste Pralinen, Tee und viele andere Produkte sind mit Gmund Papier verpackt. Auf den Hightech Papieren des 1829 gegründeten Unternehmens werden weltweit Geschäftsberichte, Imagebroschüren, Grußkarten oder Einladungen gedruckt. Fünf Jahre lang lieferte Gmund das Papier der goldenen Umschläge für die Oscar-Verleihung. Den Bundespresseball veredelt das Unternehmen nun bereits im vierten Jahr mit seinen exklusiven Papieren. Die Einladungskarten, die Menükarten, die Ballfibel GLORIA und das Magazin GLANZ begeistern mit hochwertigen Papieren des bayerischen Familienbetriebs.
Mehr Informationen unter: www.gmund.com

Hotel Adlon Kempinski

Mitten im Herzen Berlins, direkt am Brandenburger Tor, befindet sich das berühmte Hotel Adlon Kempinski Berlin. Die einzigartige Lage, die legendäre Geschichte, die exklusive Ausstattung und der vollendete Service machen das Luxushotel zum Mittelpunkt für private und geschäftliche Reisen sowie Veranstaltungen. Drei ausgezeichnete Restaurants, unter anderem das mit zwei Sternen ausgezeichnete Lorenz Adlon Esszimmer unter der Federführung von Hendrik Otto sowie das Panasiatische Restaurant Sra Bua, lassen keine kulinarischen Wünsche offen. 307 luxuriöse Zimmer, 78 stilvolle Suiten sowie ein prachtvoller Spa- und Poolbereich heißen einen internationalen Gästekreis willkommen.
Mehr Informationen unter www.kempinski.com

Krombacher

„Bier ist unsere Leidenschaft“ − und das schon seit 1803. Seitdem wird in Krombach, inmitten der wald- und wasserreichen Natur des Rothaargebirges, feinstes Bier gebraut. Die Krombacher Brauerei zählt heute mit einem jährlichen Bierausstoß von mehr als 6 Millionen Hektolitern zu den führenden und modernsten Brauereien Deutschlands.
Mehr Informationen unter: www.krombacher.de

McCafé

Ein Espresso als schneller Wachmacher am Morgen, ein Café Creme auf dem Weg ins Büro oder ein Cappuccino zu einem netten Gespräch: Die Kaffee-Spezialitäten von McCafé begleiten immer mehr Menschen durch den Tag. Ohne einen guten Kaffee kommt auch ein Ball nicht aus. Die Ballgäste können bei einer Verschnaufpause Kaffee, Cappuccino und weitere Kaffeespezialitäten aus nachhaltigem Anbau genießen oder koffeinfreie Varianten probieren. Als Teil des Unternehmens McDonald’s gehört McCafé zum größten Arbeitgeber in der deutschen Gastronomie. Dabei gilt Vielfalt nicht nur für die Produkte – das Unternehmen versteht sich auch im Hinblick auf seine Mitarbeiter als Chancengeber, möchte motivierten und engagierten Menschen jeder Herkunft, jeden Geschlechts und Alters und jeder Qualifikation Perspektiven bieten. Das spiegelt sich nicht zuletzt bei den rund 58.000 Menschen aus über 120 Nationen wieder, die bei McDonald’s aktuell arbeiten.
Mehr Informationen unter: www.mcdonalds.de/mccafe

Metro AG

Die METRO Cash & Carry Deutschland GmbH betreibt mit mehr als 15.000 Mitarbeitern 104 Cash & Carry-Märkte in Deutschland. Rund vier Millionen Kunden vertrauen auf das Sortiment und die Leistungen des Unternehmens, das international in 25 Ländern mit rund 750 Märkten aktiv ist. METRO Cash & Carry ist Teil von METRO, einem führenden internationalen Spezialist für den Groß- und Lebensmittelhandel. Das Unternehmen ist in 35 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit mehr als 150.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2015/16 erwirtschaftete METRO einen Umsatz von rund 37 Mrd. €. Das Unternehmen liefert maßgeschneiderte Lösungen für die lokalen und internationalen Bedürfnisse seiner Groß- und Einzelhandelskunden. Mit seinen Vertriebsmarken METRO/MAKRO Cash & Carry und Real sowie Belieferungsservices und Digitalisierungsinitiativen setzt METRO die Standards von morgen: für Kundenfokussierung, digitale Lösungen und tragfähige Geschäftsmodelle.
Mehr Informationen unter www.metroag.de

Spielbank Berlin

Seit mehr als vier Jahrzehnten ist die Spielbank ein wichtiger Teil der Berliner Kulturlandschaft. Die Fähigkeit zum Spielen ist eine der ältesten und eine der grundlegendsten Eigenschaften des Menschen. Viele Erfindungen wurden spielerisch entwickelt. Spiel fördert den Gemeinschaftssinn, Spiel bringt Erholung, Spiel fordert zu logischem Denken auf. Jedes Spiel in der Spielbank Berlin fördert dabei den Berliner Sport. Sportler und Vereine werden jährlich mit gut 500.000 Euro unterstützt. Zu den Geförderten gehören unter anderem Claudia Pechstein, die Füchse-Handballer, die Berlin-Volleys, der Wasserspringer Patrick Hausding und das Internationale Stadionfest Berlin (ISTAF). Weil Spiel zum Leben gehört, freut sich die Spielbank Berlin, den Ballabend spielerisch begleiten zu können. Spiel ist immer auch Begegnung, in diesem Fall zwischen Hauptstadtjournalisten und den Gästen aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft. Da kann man sich dann mal auf ungewohnte Weise messen…
Mehr Informationen unter: www.spielbank-berlin.de

Gesamtverband textil + mode

Wer an Textil in Deutschland denkt, hat zunächst Mode und Bekleidung im Sinn. Rund 350 deutsche Modemarken und Bekleidungshersteller sind weltweit als Markenunternehmen unterwegs und stehen neben bester Qualität und Passform für Werthaltigkeit sowie höchste Umwelt- und Sozialstandards. Was Textil aus Deutschland kann, stellt die Branche mit ihren rund 1400 zumeist mittelständischen Unternehmen auch rund ums Wohnen unter Beweis. Von Bettwäsche über den Vorhang bis zum Teppich: Textilien aus Deutschland sind hochinnovativ. Das zeigt sich auch, wenn es um Zulieferungen für Autos und Flugzeuge, Medizinprodukte, Umwelt- und Energietechnik oder textilen Leichtbau geht.
Mehr Informationen unter: www.textil-mode.de

 

UNTERSTÜTZER

APA Werbemittel

APA Werbemittel sorgt mit dem Bundespresseball-Branding für extra viel Glanz. Dass sich das sich das Bundespresseball-Motto auch optisch durch den Abend im Hotel Adlon Kempinski zieht, dafür sorgen unter anderem die Mitarbeiter des Traditionsunternehmens APA Werbemittel. Als einer der führenden Ausstatter für großflächiges Venue- und Citydressing in Europa liefert APA dem Bundespresseball passend zum Gestaltungskonzept ein Branding mit viel Glanz und Glamour. Die in Neuwied produzierten großen Gestaltungselemente sowie die Pressewand werden einen besonderen Platz im Veranstaltungsbereich einnehmen. APA Werbemittel freut sich, neben vielen sportlichen Events und Partnern wie dem Deutschen Fußballbund oder den Disziplinen Alpine, Nordisch und Biathlon im internationalen Wintersport, dieses einzigartige gesellschaftliche Ereignis im Jahr 2019 unterstützen zu dürfen.
Mehr Informationen unter: www.apa.de

Der Deutsche Brauer-Bund mit der Präventionskampagne „Bier bewusst genießen“

Mit der Präventionskampagne „Bier bewusst genießen“ bekennen sich die deutschen Brauer zu einem verantwortungsvollen Konsum. Die Kampagne macht deutlich, dass Alkoholgenuss mit bestimmten Lebenssituationen unvereinbar ist. Für Jugendliche unter 16 sowie Schwangere muss Alkohol tabu sein. Auch im Straßenverkehr, bei gefahrgeneigter Arbeit und bei der Einnahme von Medikamenten sollte man auf Alkohol verzichten.
Mehr Informationen unter: www.bierbewusstgeniessen.de

Diageo Germany GmbH

Diageo ist einer der weltweit führenden Anbieter von Premium-Spirituosen. Das herausragende Portfolio beinhaltet Marken wie Johnnie Walker, Smirnoff, Captain Morgan, Baileys, Don Julio und Tanqueray. Diageo ist mit einer Marktpräsenz in mehr als 180 Ländern auf der ganzen Welt tätig. Weitere Informationen über Diageo, seine Marken, Mitarbeiter und Grundsätze finden Sie unter www.diageo.com. Besuchen Sie Diageos Webseite www.DRINKiQ.com für Informationen und Initiativen zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Diageo – Celebrating life, every day, everywhere. Bitte trinken Sie verantwortungvoll.

Geldermann

Geldermann steht seit 1838 für französisch-deutsche Sektkultur. Die Sorten der Sektkellerei werden auch heute noch mit viel Sorgfalt und Hingabe in traditioneller Flaschengärung hergestellt. Tief in den Kellern des Münsterbergs reifen sie unter optimalen Bedingungen.
Erfahren Sie mehr über echten Premium-Sektgenuss auf www.geldermann.de

Hochwertiger Trinkgenuss mit Glastrinkhalmen von HALM

Schätzungsweise 40 Milliarden Plastikstrohhalme landen jährlich in deutschen Mülleimern. Das Berliner Startup HALM hat sich zur Aufgabe gemacht eine Alternative anzubieten, die nicht nur nachhaltig ist, sondern auch gut schmeckt. Trinken durch HALM ist wie Trinken einer Cola aus einer Glasflasche im Vergleich zu einer Cola aus einer Plastikflasche. Klar, dass deswegen immer mehr Endkunden und Gastronomen auf HALM umsteigen. Bei der Herstellung setzt HALM auf extrem stabiles Spezialglas, das mit Solarenergie exklusiv in Deutschland gefertigt wird. Die Idee kam dem Gründerpaar Hannah Cheney und Sebastian Müller nach einer Müllsammelaktion 2015 in Thailand, wo gefühlt jedes zweite Teil am Strand ein Plastikstrohhalm war. Deswegen verfolgt die Firma jetzt das Ziel Null Plastik Impact zu haben und spendet zusätzlich 50 % der Gewinne an andere Projekte, die sich ebenfalls dem Kampf gegen Plastik widmen.
Mehr Informationen im Online-Shop auf: www.halm.com

Juwelier Lorenz

Berlins ältestes familiengeführtes Juwelierunternehmen ist bekannt für renommierte Uhren- und Schmuckmarken (unter anderem Rolex oder Wellendorff), traditionelles Handwerk, sowie das private Uhrenmuseum. Am 9. November 1989 enthüllte Inhaber Jens Lorenz die eigens gefertigte, original Berliner Friedensuhr. Mit der Inschrift „Zeit sprengt alle Mauern“ setzte sie als Kunstobjekt ein Zeichen der Hoffnung auf die Überwindung der Teilung. Der Zufall des tatsächlichen Mauerfalls in gleicher Stunde machte die Uhr zur Zeitzeugin ihres eigenen Anliegens. Als Miniatur-Replikat wird sie als Friedenspreis an renommierte Persönlichkeiten verliehen und kann beim diesjährigen Bundespresseball exklusiv vor Ort bestaunt werden.
Mehr Informationen unter: www.juwelier-lorenz.de

OBJECT CARPET

Alle Gäste wandeln in diesem Jahr über einen ganz besonderen, aus recyceltem Meeresmüll produzierten und damit nachhaltigen, Roten Teppich. OBJECT CARPET ist führender Anbieter von hochwertigen textilen Bodenbelägen und steht für Nachhaltigkeit, Gesundheit und Design. Mit über 1.200 Qualitäten und Farben sowie individuellen Maßanfertigungen bietet die OBJECT CARPET Kollektion eine einzigartige Vielfalt für modernes Interior Design. Außerdem setzt das Unternehmen auf eine Produktion in Deutschland und ist überzeugt davon, dass sich Qualität durchsetzt. Manufactured by OBJECT CARPET. Made in Germany.
Mehr Informationen unter: www.object-carpet.com

Orangina

Orangina, die Premiumlimonade mit echtem Fruchtfleisch, gehört zu den ältesten und bekanntesten Softdrink-Marken der Welt. Ausgewählte Rohstoffe und dezent prickelnde Kohlensäure ergeben ein fruchtig, angenehm süßes Geschmackserlebnis. Die Marke mit der charakteristisch bauchigen Flasche ist in den Sorten ORIGINAL, ROUGE und CITRON erhältlich.
Mehr Informationen unter: www.orangina.de

Proviant

Alles begann 2009 mit drei Schulfreunden, die in einem Kreuzberger Hinterhof liebevoll selbstgemachte Smoothies produzierten und diese auf Berliner Straßenfesten verkauften. Auch heute stellen sie noch leckere Smoothies aus frischem Bio-Obst und -Gemüse her. Doch dazu gekommen sind auch Limonaden und Schorlen, die man ebenfalls bestens aus dem naturtrüben Bio-Saft machen kann sowie eine Cola mit Faitrade-Siegel. Die Bio-Limo besteht aus nichts als frisch gepresstem Saft, einem Hauch Bio-Rohrzucker und reinem Wasser. Und genau das macht sie so besonders.
Mehr Informationen unter: www.proviant.de

Reemtsma

Reemtsma ist ein Traditionsunternehmen mit Sitz in Hamburg. Das aktuelle Produktionssortiment umfasst neben klassischen Tabak-Zigaretten und Feinschnitt auch neuartige Erzeugnisse, sogenannte Next Generation Products. Für alle Raucher unter den Ballgästen ist in den beiden Raucherlounges in der Lobby und der Sra Bua Bar gesorgt. Allen Neugierigen unter den Genießern bietet Reemtsma in der My Blu Lounge in der Bel Étage einen tabakfreien Partybegleiter an. Das Besondere: Dampfen Sie nach Ihrem Geschmack, denn mit einer vielfältigen Aromenauswahl ist für jeden etwas dabei.
Mehr Informationen unter: www.reemtsma.com

Sawade

SAWADE ist Berlins älteste Pralinenmanufaktur. Die Manufaktur wurde im Jahr 1880 Unter den Linden in Berlins Mitte gegründet. Bereits nach kurzer Zeit wurden die Delikatessen von SAWADE zum Königlichen Hoflieferanten des Preußischen Hofes ernannt. Eine ganz besondere Auszeichnung. Heute können die leckeren Pralinen von SAWADE wieder genossen werden. Alle Köstlichkeiten werden zu 100 % in der Manufaktur in Berlin Reinickendorf hergestellt. Es wird bewusst auf chemische Konservierungsmittel, künstliche Aromen und günstige Ersatzstoffe verzichtet. Hier sündigen Sie nachhaltig!
PS: www.sawade.berlin wurde gerade als eines der besten Onlineshops für Süßwaren ausgezeichnet!
Mehr Informationen unter: www.sawade.berlin

Schweppes

Jacob Schweppe perfektioniert vor über 200 Jahren, 1783, ein Verfahren zur industriellen Herstellung von mit Kohlensäure versetztem Mineralwasser. Seitdem steht Schweppes für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse und Premium-Qualität. Dies macht ihn zum Filler Nummer 1. Im Jahr 2018 lag der Aussoß daher auch bei 1,2 Millionen Hektolitern.
Mehr Informationen unter: www.schweppes.de

Studio Freese

Das Studio Freese ist ein außergewöhnlicher Friseursalon und befindet sich im 1903 erbauten Jugendstilgebäude in der Veste Stadt Coburg. Dieses einzigartige Haus erzählt von Beginn an Friseurgeschichte, die man unter anderem an den liebevoll gestalteten Stuckarbeiten in den Innenräumen bewundern kann. Ein Haus, in dem sich damals wie heute die Philosophie des Jugendstils in einer besonderen Weise realisiert: die Verschmelzung von Kunst und Leben. Eine Vision, die durch Friseurmeister Torsten Freese seit 10 Jahren aktiv gelebt wird.
Am Ballabend verschönert das Team um Torsten Freese die Gäste des Bundespresseballs in der Beautylounge. Unterstützt wird es dabei von Carola Hickl und ihren Make-up-Artists. Mit Kreativität und individuellem Gespür ergänzen sie jede Frisur um ein dazu passendes Make-up.
Mehr Informationen unter: www.studio-freese.de und www.carola-hickl.com

Vranken-Pommery

Ob Prestige Cuvées, Vintages oder Gris de Gris – alle Weine von Vranken-Pommery haben eines gemeinsam: Sie faszinieren Weinliebhaber auf allen fünf Kontinenten. Das inhabergeführte Unternehmen ist mit seinem 2.500 Hektar umfassenden Weinanbaugebiet größter Weinanbauer Europas und bietet Weine aus der Camargue und der Côtes de Provence an. Die Luxusmarke Pommery zählt seit 2002 zum Produktportfolio des Unternehmens und brachte Vranken-Pommery auf den zweiten Rang der Champagnerhersteller. Die Marke ist heute in 100 Ländern vertreten. Stoßen auch Sie in diesem Jahr auf einen grandiosen Ballabend an der Pommery-Bar und weiteren Ständen an!
Mehr Informationen unter: www.vrankenpommery.com

Weingut Drei Herren

Das Wein- und Kunstgut DREI HERREN lässt eines der ältesten und traditionsreichsten Weinhäuser Sachsens, das Radebeuler Gut Hermannsberg, neu aufleben. Kellerphilosophie ist das »kontrollierte Nichtstun«, das heißt kein schnelles »Trinkfertig-Machen« der Weine, sondern aufmerksame Begleitung ihrer Entwicklung mit schonendsten Methoden und ohne manipulative Eingriffe.
Mehr Informationen unter: www.dreiherren.de

Winzerhof Gussek

Andre Gussek begann schon während seiner Tätigkeit im DDR-Staatsweingut, sich in Naumburg sein eigenes Weingut aufzubauen. 1992 erntete er seinen ersten Jahrgang. Heute beliefert der Winzerhof Gussek Gourmet-Restaurants, aber auch Hotels wie das Hilton in Berlin.
Mehr Informationen unter: www.winzerhof-gussek.de

 

MEDIENPARTNER

Deutsche Welle

Die Deutsche Welle ist der Auslandssender Deutschlands. In journalistischer Unabhängigkeit vermittelt er ein umfassendes Deutschlandbild, stellt weltweite Ereignisse und Entwicklungen aus europäischer Perspektive dar, greift deutsche und andere Sichtweisen auf. Als Medienpartner zeigt die DW einem weltweiten Publikum die Berliner Politik beim Bundespresseball einmal aus anderer Perspektive.
Mehr Informationen unter: www.dw.com

phoenix

Der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF ist in der Medienlandschaft einzigartig. Das Programm bietet aktuelle Ereignisse, einordnende Gespräche und vertiefende Dokumentationen, erweitert durch ein umfassendes Online-Angebot. Wir nehmen uns Zeit für Hintergründe, stellen Zusammenhänge her und bieten eine fundierte Grundlage für die politische Meinungs- und Willensbildung.
Mehr Informationen unter: www.phoenix.de

5. November 2019
»Mode steht für Wandel«

Ingeborg Neumann ist Gründerin, Textil-Unternehmerin, Venture-Capital-Investorin,
Kunstsammlerin und Präsidentin des Gesamtverbandes textil+mode.
Wir wollten wissen: Wie geht die deutsche Textilindustrie mit Wandel um?

GLANZ: Frau Neumann, bei den Stichwörtern Textil und Mode denken die meisten Menschen vermutlich erst einmal an Bekleidung.

Ingeborg Neumann: Das stimmt und liegt wohl in der Natur des Menschen, denn jeden Morgen überlegen wir uns als Erstes, was wir heute anziehen. Textil ist aber viel mehr: beim Wohnen, in Autos und Flugzeugen als textiler Leichtbau, in der Medizin und in der Umwelttechnik, überall finden Sie Textil. Textil ist inzwischen eine Schnittstellen-Technologie für ganz viele Anwendungsbereiche. Die meisten Innovationen werden bei uns in Deutschland geboren und gehen von hier aus um die Welt. Wenn Sie so wollen, steht unsere Branche für ständigen Wandel, auch wenn es um smarte und nachhaltige Bekleidung geht.

GLANZ : Ist dieser Wandel schon bei allen angekommen?

Ingeborg Neumann: Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über ihren Konsum, und das finde ich sehr gut. Stoffe und Bekleidung galten in früheren Jahrhunderten als etwas Kostbares. Zu dieser Wertschätzung müssen wir zurückfinden.

GLANZ : Wir müssen also die Sinnlichkeit für Stoffe wiederentdecken?

Ingeborg Neumann: Ja, auf alle Fälle. Besonders spannend ist für mich aber auch, wie die Digitalisierung unsere Mode verändert. Durch die Digitalisierung finden Veränderungen in unseren Köpfen statt und die Mode reagiert hochsensibel. Wir haben mehr Wahlfreiheit. Die Mode befreit sich mehr und mehr von Konventionen. Interessanterweise beschäftigen sich derzeit ja auch viele Künstler mit Mode, was sie mit und aus uns macht und wie sie zu unserem Leben dazugehört.

GLANZ: Was bedeutet für Sie persönlich Kleidung und Mode?

Ingeborg Neumann: Für mich bedeutet Mode eine innere Haltung – und sie muss außerdem auch Freude machen. Mich persönlich begeistert auch der Einfallsreichtum der Branche, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Wer hätte gedacht, dass wir heute Turnschuhe aus alten Fischernetzen tragen oder Outdoor-Jacken aus gebrauchten Plastikflaschen und dass wir Leder gerben können mit Abfällen aus der Olivenölproduktion?

GLANZ: Ihr Verband unterstützt in diesem Jahr zum ersten Mal den Bundespresseball.

Ingeborg Neumann: Das ist auch Zeit geworden. Textil und der Bundespresseball passen bestens zusammen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Marken für Inspirationen sorgen und wir auf dem Ball Glanzlichter setzen dürfen.

GLANZ: Wie ist Ihre persönliche Beziehung zum Wandel?

Ingeborg Neumann: Wandel gehört zu meinem Leben. Ich bin zwar in Krefeld, der »Stadt wie Samt und Seide«, wie sie sich nennt, geboren, hatte aber mit Textil zunächst gar nichts am Hut. Ich habe klassisch BWL studiert, war Wirtschaftsprüferin. Anfang 30 kam ich dann zur Treuhand und war für die Textil industrie mitverantwortlich. Ich habe die Chance genutzt und bin selbst Textilunternehmerin geworden. Sie sehen: Veränderung ist Teil unseres Lebens und deshalb sehe ich Wandel grundsätzlich immer positiv.

Das Gespräch führte Kira Brück, veröffentlicht im GLANZ Magazin zum Bundespresseball 2019

1. November 2019
Die Verwandlung

Für den Bundespresseball wird fast das gesamte Hotel Adlon Kempinski umgebaut – eine logistische Meisterleistung.

Spätestens wenn mitten in der Nacht die Möbelwagen vorfahren, bricht es bei den Mitarbeitern des Hotels Adlon Kempinski aus: das Bundespresseball-Fieber. Ähnlich einer Theaterkulisse werden alle öffentlichen Räume komplett verwandelt. Strippenzieher sind Hotelmanager Carsten Seubert und sein Kernteam. Für den 39-Jährigen geht es nach jedem Bundespresseball in die Planung für den nächsten. Die heiße Phase beginnt zwei Tage vor der Veranstaltung. Nämlich dann, wenn das komplette Hotel ballfein gemacht wird. »Wir planen minutiös, denn die Verwandlung passiert im laufenden Betrieb. Schließlich müssen wir für unsere Gäste, die nicht am Ball teilnehmen, alternative Locations schaffen, in denen sie ihren Kaffee trinken können«, sagt Carsten Seubert. 100 Mitarbeiter sind in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit dem Umbau beschäftigt. Konkret sieht das so aus: Möbel in die Umzugswagen, um Platz zu machen für die verschiedenen Gewerke der Eventagentur Kaluza + Schmid, die bereits seit 2004 für das komplette Balldesign verantwortlich ist. Viel Zeit bleibt nicht: Am Freitagmittag kommen die Sicherheitsbeamten des Bundeskriminalamtes zur Abnahme. Die Feuerwehr prüft die Fluchtwege, Hunde laufen das gesamte Hotel ab.

Auch während des Balls pausiert die Verwandlung nicht. Weil am nächsten Morgen die Gäste ihr Frühstück in der Bel Étage einnehmen werden und die Lobby für das Tagesgeschäft wieder herausgeputzt sein muss, werden die Ballkulissen abgebaut, während viele Gäste erst mit dem Tanzen beginnen. Gegen zwei Uhr nachts zieht dann die Garderobe mit ihren rund 2.000 Kleidungsstücken in den Wintergarten um. Für die Ballgäste ist der vordere Bereich des Adlon dann nicht mehr zugänglich. Hier heißt es: Bars, Roter Teppich, Pressewände raus, reinigen, Möbel wieder aufstellen. Ganz so, als wäre nichts gewesen. »Mit extremen Umbauten sind wir erfahren wie vielleicht kein anderes Hotel. Vor allem der Bundespresseball sprengt alle Dimensionen, weil wirklich das komplette Hotel vereinnahmt wird. Das macht dann aber auch die besondere Atmosphäre einer Ballnacht aus«, sagt Carsten Seubert.

Es sei eben nicht egal, wo der Ball stattfinde. Das Adlon sei schließlich als Nummer eins am Platz gebaut worden. »Noch heute ist unser Anspruch, das beste Hotel Berlins zu sein. Das sollen die Gäste in Bezug auf Kulinarik und Service spüren«, sagt der Hotelmanager. Er selbst liebe die Stimmung kurz vor dem Ball. Alle 460 Mitarbeiter sind mit Begeisterung dabei – auch Kollegen aus der Verwaltung unterstützen das Adlon-Team am Ballabend, zum Beispiel an der Bar. Es ist das Bundespresseball-Fieber! Für jeden seiner Mitarbeiter sei es etwas ganz Besonderes, diese Nacht mitzuerleben. Vielleicht auch, weil ihr Hotel sich dann völlig verwandelt hat.

Von Kira Brück, veröffentlicht im GLANZ Magazin zum Bundespresseball 2019

25. Oktober 2019
Die Künstler und Live-Musiker des Bundespresseballs 2019

Musik macht Worte zu rhythmischen Taktgebern. Musiker verwandeln geschriebene Noten zu tanzbaren Klängen. Ohne Musik und ihre Interpreten gäbe es keine rauschende Bundespresseballnacht!

Erik & Markus
Ein Bundespresseball ohne Erik & Markus? Kaum vorstellbar. Das beliebte Gitarren-Duo, das Sie am 29. November 2019 wieder in der Sra Bua Bar live erleben können, freut sich auch bei seinem 11. Bundespresseball auf tanz- und feierwillige Gäste. Schon seit ihrer Schulzeit machen Erik Kurzke und Markus Kersten zusammen Musik. Mitreißend, handgemacht und tanzbar, so beschreiben sie selbst ihr Programm. Das Repertoire der beiden Live-Musiker: Rock, Pop, Oldies und Schlager.

www.facebook.com/erikundmarkus

Zucchini Sistaz
Swing, swing, swing! Freuen Sie sich auf den Glanz und Glamour einer längst vergangenen Zeit beim 68. Bundespresseball: Der Sound der 20erbis 40er-Jahre hat es den Zuccini Sistaz ganz besonders angetan. Die drei Musikerinnen aus dem Emsland standen unter anderem schon mit Götz Alsmann und Gerburg Jahnke auf der Bühne. Mit Klassikern wie »Puttin’ on the Ritz« und »Sing, Sing, Sing«, aber auch mit modernen Melodien im eleganten Retro-Gewand bringen die Zuccinis garantiert auch das ehrwürdige Adlon und die Bundespresseballgäste im Bundeszimmer in der Bel Étage zum Swingen – im Wechsel mit den Red Chucks.

www.zucchini-sistaz.de

BMC
Etwas Schönes sehen, etwas Festliches erleben, etwas Auserlesenes hören: Darum geht es bei der Backhaus Music Company (BMC) für Lars Backhaus, Gründer und Bandleader der internationalen Musikgruppe BMC. Die vier Musiker und zwei Sänger kombinieren bei ihren Auftritten Stilmittel des Jazz mit coolen Beats und lassen dabei die legendäre Ära der Soul- und Dance Music wieder auferstehen. Die Gäste erwartet zur After-Show-Party im Ballsaal ein grooviges Debüt von BMC beim Bundespresseball 2019!

www.backhaus-music.com

Red Chucks
Schwofen, schwelgen und staunen: Das ist das Motto der drei Berliner Musiker, die 2019 ihr Bundespresseball-Debüt im Bundeszimmer in der Bel Étage feiern und sich dort mit den Zucchini Sistaz abwechseln. Ihren unverwechselbaren Sound bezeichnen Ansgar Vollmer, Maxi Heinicke und Judith Rummel als »Real Berlin Street Swing«. Highlights ihres Programms sind altberliner Gassenhauer und Klassiker der Swing-Musik, aber auch aktuelle Popsongs – immer präsentiert mit einer großen Spielfreude und einer gehörigen Portion Berliner Charme.

www.red-chucks.de

DJ FOX
Carsten Melzer alias DJ Fox gehört zu den meistgebuchten DJs in und um Berlin. Seit 1998 spielt er alles, was das Herz höherschlagen lässt: Black Music, House, Latin und Disco Hits. Die Gäste des Bundespresseballs erwartet mit ihm im Ballsaal auch in diesem Jahr ein bunter musikalischer Mix, der garantiert für die perfekte Tanzatmosphäre sorgen wird.

www.djfox.de

 

Mercedes-Benz überrascht Sie auch in diesem Jahr wieder mit besonderen Künstlern. Freuen Sie sich auf tanzbare Beats in der Mercedes-Benz Lounge vor dem Palaissaal und in der Mercedes-Benz Lobby im Erdgeschoss des Hotels Adlon Kempinski.

21. Oktober 2019
Roter Teppich aus recyceltem Meeresmüll

Die Gäste des Bundespresseballs 2019 wandeln auf nachhaltigen Bodenbelägen von OBJECT CARPET.

Anlässlich des diesjährigen Bundespresseballs mit dem Motto »Wandel« werden die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien bereits bei ihrer Ankunft zu einem großen Problem unserer Zeit »hingeleitet«: Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll ist eine der größten Herausforderungen für die Umwelt und den Menschen. Hier sind innovative Ideen und Technologien gefragt. Einen Lösungsvorschlag kann man beim deutschen Unternehmen OBJECT CARPET erleben: Plastikmüll wird in elegante Teppiche verwandelt und schmückt Böden, statt den Meeresboden zu belasten.

Bis zu 640.000 Tonnen ausgediente Fischernetze – sogenannte Geisternetze – werden jährlich einfach ins Meer geworfen und gefährden Fische, Meeressäuger und Korallenriffe. Dieses Problems hat sich die Initiative Healthy Seas angenommen. Sie widmet sich der Bergung des Meeresmülls und hat ein nachhaltiges Verwertungssystem für die aus dem Wasser gefischten Geisternetze aufgebaut. Der Traditionshersteller OBJECT CARPET ist Partner der Initiative Healthy Seas und fertigt aus diesen Plastikabfällen stylische und robuste Teppichböden. Passend zum Thema »Wandel« unterstützt OBJECT CARPET den diesjährigen Bundespresseball mit nachhaltigen Teppichanfertigungen. Verarbeitet wurden die hochwertigen ECONYL®-Markenfasern von Aquafil, die zu 100 Prozent aus recyceltem Polyamid bestehen.

Darüber hinaus sind OBJECT CARPET-Qualitäten grundsätzlich frei von Bitumen, Latex, PVC sowie gesundheitsschädlichen Emissionen und tragen das Gütezeichen »Blauer Engel« des deutschen Umweltbundesamtes. Sie sind TÜV-geprüft und eignen sich bestens für Allergiker. Zahlreiche Auszeichnungen wie der renommierte Red Dot Award sind Beleg für die herausragende Designkompetenz und Unternehmensleistung. Nicht zuletzt wurde OBJECT CARPET laut einer Studie von Ernst & Young aus dem Jahr 2015 zu den »Top 50 deutschen  Luxusunternehmen« erkoren und von Langenscheidt zu den »Marken des Jahrhunderts « gewählt.

Mit innovativen Produktionstechniken und nachhaltigen Herstellungsweisen beschreitet OBJECT CARPET neue Wege und lässt Visionen Wirklichkeit werden. Das Unternehmen hat bereits die Berlinale 2019 und die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises mit VIP-Teppichen ausgestattet. Nun rollt OBJECT CARPET auch für den 68. Bundespresseball im Hotel Adlon Kempinski Berlin seinen »grünen« Roten Teppich aus.

 

ÜBER OBJECT CARPET
Seit 1972 steht OBJECT CARPET für Qualität, Design und Innovation im Objektbereich. Der Sinn für Ästhetik und Farbe in Kombination mit fortschrittlicher Fertigung findet Ausdruck in edlen und außergewöhnlichen Dessins – in Form von Teppichböden, Teppichfliesen und abgepassten Teppichen. Mit über 1.200 Qualitäten und Farben sowie individuellen Maßanfertigungen bietet die OBJECT CARPET-Kollektion eine einzigartige Vielfalt für modernes Interior Design aus hochwertigen Rohstoffen. Die OBJECT CARPET-Farb- und Materialwelt kann man in einem der vielen Showrooms in Deutschland, Österreich und der Schweiz entdecken.

Foto: »Grüner« Roter Teppich von OBJECT CARPET

16. Oktober 2019
Durch die Ballnacht mit … Fränzi Kühne

Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der Digitalagentur TLGG, eine der jüngsten
Aufsichtsrätinnen zweier DAX-Unternehmen (Freenet und Württembergische
Versicherung AG) – und besuchte vergangenes Jahr zum ersten Mal den Bundespresseball. Wie Fränzi Kühne, 36, diese Ballnacht erlebt hat, erzählt sie uns hier.

Der Dresscode

»Natürlich habe ich mir wahnsinnig viele Gedanken darüber gemacht, was ich anziehen soll. Und mir die Berichterstattung der letzten Bälle angesehen. Faszinierend, da ging es tatsächlich weniger um Inhalte als darum, wer was anhatte. Warum kam Katharina Thalbach im Smoking? Klar, man sieht Politiker und Journalisten in einem anderen Kontext – und das ist nun mal spannend. Egal welche Position und wie viel Macht: Alle verbindet in dieser Ballnacht, dass sie sich wahnsinnig viele Gedanken darum machen, was sie anhaben. Irgendwie tröstlich.«

Das Networking

»Ich war auf Einladung von Mercedes-Benz auf dem Ball, beim Dinner waren wir der einzige Tisch mit jungen Frauen. Mir gegenüber saß die Journalistin Eva Schulz. Für diesen Kontakt bin ich so dankbar, wir haben uns den ganzen Abend prächtig unterhalten und stehen noch heute in Verbindung. Mit der Marketingverantwortlichen von Mercedes-Benz habe ich durch den Bundespresseball auch einen engen Draht. Wenn wir uns begegnen, ist da sofort das schöne Gefühl von diesem Abend wieder da.«

Das Flanieren

»Nach dem Dinner verabredeten wir Damen uns zum Flanieren. Ganz im Ernst, wo hat man das denn heute noch? Ich bin noch nie auf einer Veranstaltung flaniert. Das ist schon wirklich etwas Besonderes. Überall gibt es etwas zu entdecken, eine kleine Bar oder Köstlichkeiten. In einer großen Halle würde der Bundespresseball vermutlich nicht funktionieren. Diese besondere Stimmung einzufangen und das Entdecken macht großen Spaß, das war eine einmalige Erfahrung.«

Fazit

»Ich habe mich sehr wohlgefühlt und amüsiert. Jeder war ein bisschen aufgeregt, das war eine schöne Atmosphäre. Es war toll, das Schaulaufen von Politikern zu beobachten. Und Journalisten zu begegnen, deren Namen man zwar kennt, aber zu denen man kein Gesicht hat. Im Nachhinein habe ich mir Gedanken darüber gemacht, inwiefern es wohl den Charakter des Balls verändern würde, wenn zukünftig mehr Influencer eingeladen werden würden. Sie sind ja die Meinungsbildner unserer Zeit – das wären jüngere Menschen mit einem anderen Stil. Sie einzuladen, hätte auf jeden Fall einen spannenden Einfluss auf die Veranstaltung.«

GLANZ-Autorin Kira Brück begleitete Fränzi Kühne durch die Ballnacht 2018.

Foto: Bundespresseball/ Henry H. Herrmann

11. Oktober 2019
Wilde Weine

Erstmals können die Gäste beim Bundespresseball Weine aus Sachsen und Sachsen-Anhalt genießen. Der Weinanbau in den neuen Bundesländern hat sich seit der Wende stark gewandelt. Ein Ausflug in die Weingeschichte des Ostens.

Weine aus Ostdeutschland hatten lange Zeit keinen guten Ruf. »Zu süß, zu sauer, zu ausdruckslos: So kann man bis auf wenige Ausnahmen das Image des ostdeutschen Weins zur Wende zusammenfassen«, sagt Prof. Dr. Rainer Beck vom Weingut DREI HERREN aus Radebeul in Sachsen. Der Kunsthistoriker und emeritierte Professor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden hat das Wein- und Kunstgut DREI HERREN im September 2004 mit gegründet und komplett neu aufgebaut. »Auch heute wissen leider immer noch die wenigsten, dass in Ostdeutschland ganz exzellente Weine angebaut werden. Dabei haben wir allein in Sachsen eine Weinbautradition, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht«, so Beck weiter. Nach Angaben des Sächsischen Weinbauverbandes beträgt die Weinanbaufläche in Sachsen 492 Hektar. In der Saale-Unstrut-Region werden laut dem lokalen Weinbauverband 754 Hektar bewirtschaftet. Zum Vergleich: Allein die Pfalz hat 23.000 Hektar. »Wir sind keine Konkurrenz«, sagt Andre Gussek vom Winzerhof Gussek in Naumburg in Sachsen-Anhalt. »Unsere Weine haben regionale Bedeutung. Was mittlerweile ein großer Vorteil für uns ist: Seit vielen Jahren setzt die Gastronomie und Hotellerie verstärkt auf regionale Produkte. Dazu gehört in besonderer Art der Wein«, so Gussek weiter.

Dass Weine aus der ehemaligen DDR heute mit Preisen und »Gault-Millau-Trauben« ausgezeichnet werden, ist für viele noch immer überraschend. Professioneller Weinbau hatte in der DDR keine besonders hohe Priorität. Insgesamt gab es damals nur vier Kellereien, in denen Trauben wirklich verarbeitet wurden. In allen anderen Kellereien wurden ausschließlich fertige Weine abgefüllt. »95 Prozent des getrunkenen Weines in der DDR kamen vom Balkan, teilweise wurden aber auch italienische und spanische Weißweine oder algerische Rotweine eingeführt und mit Zucker versetzt. Süßer Wein war sehr beliebt in der DDR«, erläutert Gussek, der lange als Kellermeister beim Staatsweingut in Naumburg, dem heutigen Landesweingut Kloster Pforta, gearbeitet hat. »Trockene Weine waren zu DDR-Zeiten eine große Rarität. Der Anteil der eigenen sächsischen oder Saale-Unstrut-Weine lag in der DDR bei nur fünf Prozent. Das war Bückware. Die Flaschen bekam man nur, wenn man jemanden kannte, der sie unter dem Ladentisch hortete«, sagt Andre Gussek.

Dabei überzeugen die Trauben und Weine, die seit jeher im Elbland und in der Saale-Unstrut-Region angebaut werden, mit ganz besonderen Eigenschaften. »Die Charakteristik unserer Weine – spritzig, feinfruchtig, mineralisch – liegt in den Böden und dem Klima. Insbesondere in Sachen Mineralität können uns andere Gebiete in Deutschland nur schwer das Wasser reichen«, sagt Prof. Dr. Rainer Beck. Andre Gussek ergänzt: »Wir haben hier ein eher kontinentales Klima. Unsere Sommer sind heiß und trocken, aber wir haben auch kalte Winter. Deshalb sind unsere Erträge von Natur aus geringer. Aber wir bekommen so auch eine ziemlich gute Qualität, weil die Trauben sehr konzentriert und sehr reif sind.

Mit der Wende kam dann auch der Wandel. »1989 hieß es bei uns nicht wilder Westen, sondern wilder Osten«, erinnert sich der gebürtige Hallenser Gussek. »Damals herrschte ein totaler Umbruch: gesellschaftlich, politisch und vor allem wirtschaftlich. Ein regelrechtes Gründerfieber war ausgebrochen – gerade auch im Weinbau«, so Gussek weiter. Heute haben Weine aus dem wilden Osten einen festen Platz in der deutschen Weinlandschaft – und feiern 30 Jahre nach der Wende ein feines Debüt beim 68. Bundespresseball.

Von Judith Pfaller, veröffentlicht im GLANZ Magazin zum Bundespresseball 2019

 

Über den WINZERHOF  GUSSEK
Andre Gussek begann schon während seiner Tätigkeit im DDR-Staatsweingut, sich in Naumburg sein eigenes Weingut aufzubauen. 1992 erntete er seinen ersten Jahrgang. Heute beliefert der Winzerhof Gussek Gourmet-Restaurants, aber auch Hotels wie das Hilton in Berlin.

Der Dachsberg vom Winzerhof Gussek: Auf mehr als zwei Hektar wachsen hier Traminer, Kerner, Blauer Zweigelt und Burgundersorten. (Foto: Winzerhof Gussek)

 

Über das WEINGUT DREI HERREN
Das Wein- und Kunstgut DREI HERREN lässt eines der ältesten und traditionsreichsten Weinhäuser Sachsens, das Radebeuler Gut Hermannsberg, neu aufleben. Kellerphilosophie ist das »kontrollierte Nichtstun«, das heißt kein schnelles »Trinkfertig-Machen« der Weine, sondern aufmerksame Begleitung ihrer Entwicklung mit schonendsten Methoden und ohne manipulative Eingriffe.

Prof. Dr. Rainer Beck (rechts) und Kellermeister Jacob Öhler (links) vor Alexander Fischers Plastik »Wildes Pferd« (1950) am Fuße des Hermannsberges von DREI HERREN (Foto: Weingut DREI HERREN)

16. September 2019
Moderne Papierkultur von Gmund Papier

Das älteste Start-up der Welt

190 Jahre des Wandels und des Fortschritts liegen hinter Gmund Papier. Idyllisch im Mangfalltal am Tegernsee gelegen, produziert das Unternehmen seit fast 200 Jahren Papier. Ein Produkt, das trotz und gerade im Zeitalter der Digitalisierung nicht wegzudenken ist. Denn: Papier vermag es, positive Emotionen auszulösen. Das Potenzial haptischer Effekte wird auch von Marken in aller Welt bewusst genutzt. Fällt eine Verpackung oder eine Broschüre durch angenehme haptische Eigenschaften auf, animiert es den Kunden zum Berühren – und zum Kauf. Deswegen zählen viele Global Player zum Kundenstamm des bayerischen Unternehmens.

Für Gmund Papier ist es eine schöne Herausforderung, sich immer wieder neu zu erfinden. Treibender Motor ist Inhaber und Geschäftsführer Florian Kohler, der das Unternehmen erfolgreich in vierter Generation leitet. »Früher waren wir Handwerker, heute sind wir Hightech-Papier-Entwickler«, sagt Kohler. Und so entstehen jedes Jahr zwei bis drei neue Kollektionen, umdas bereits bestehende Sortiment von rund 100.000 verschiedenen Papieren zu ergänzen. Alle Papiere sind FSC-zertifiziert und unter höchst ökologischen Bedingungen hergestellt.

Eine der neuesten Innovationen ist die Gmund Bio Cycle Kollektion. Ein Papier aus bis zu 50 Prozent ressourcenschonenden Fasern wie Weizenstroh, Gras, Baumwolle und Cannabis. Ein Statement für nachhaltiges Handeln, dass umweltbewussten Unternehmen für ihre Verpackungen oder Geschäftsberichte einen klaren Mehrwert in Design, Haptik und Glaubwürdigkeit bietet.

Aber Gmund Papier wäre nicht Gmund Papier, wenn nicht auch die Beständigkeit und die Tradition eine große Rolle spielen würden. Die Wurzeln des Unternehmens sind dabei so tief und fest verankert, dass immer wieder Neues und Innovatives sprießen kann. So wurde auf dem Firmengelände aus einem ehemaligen Zellstofflager ein modernes, weltweit einmaliges Fabrikrestaurant: das Mangfallblau. Freigelegte Deckenrohre und teils unverputzte Wände empfangen den Gast und laden in die Fabrik ein. Spannend: Food and Drinks meet Industrial Design.

»Je älter man ist, desto mehr muss man sich anstrengen! Es ist gefährlich, sich selbstgerecht im Rückspiegel zu betrachten. Ein kurzer Blick zurück ist okay, aber das wirklich Wichtige ist Vorwärtsfahren«, ist Florian Kohler überzeugt und fügt schmunzelnd hinzu: »Wenn man es genau nimmt, sind wir eigentlich das älteste Start-up der Welt – gerade wenn es um die Innovationskraft und das Wachstumspotenzial unseres Unternehmens geht.«

Von Büttenpapierfabrik Gmund , veröffentlicht im GLANZ Magazin zum Bundespresseball 2019

 

Über GMUND PAPIER
Gmund Papier steht für Papierkultur seit 1829. Seit 1904 ist das Unternehmen mit rund 130 Mitarbeitern im Familienbesitz und wird heute von Florian Kohler in vierter Generation geleitet. Produktionsstandort ist Gmund am Tegernsee. Hier werden Papiere in kreativem Design und mit energieeffizienten Hightech-Komponenten gefertigt. Die farbigen und strukturierten Designpapiere finden bei Geschäftsausstattungen, Verpackungen, hochwertigen Katalogen oder Imagebroschüren Verwendung.

2. September 2019
Jung und frisch und siebzig

Die Bundespressekonferenz im Wandel der Zeit: Ein Text zum 70-jährigen Bestehen

Als wir im Mai 70 Jahre Grundgesetz zum Anlass nahmen, die freiheitlichste Verfassung auf deutschem Boden zu analysieren, und die wesentlichen Elemente herausarbeiteten, die Deutschland eine derart stabile Demokratie gebracht haben, da spielte Artikel 5 mit der garantierten Meinung und Pressefreiheit neben der Menschenwürde und der Gleichheit vor dem Gesetz eine herausragende Rolle.

Das Gelingen dieser deutschen Demokratie hängt auch und vor allem damit zusammen, dass die Vorgaben dieser Verfassung immer wieder mit Leben gefüllt worden sind. In besonderer Weise gilt das für Artikel 5 und die Bundespressekonferenz. Diese weltweit einmalige Institution ist wiederholt und sehr zu Recht als »gelebte Pressefreiheit« bezeichnet worden.

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung (hinten Mitte), und Sprecherinnen und Sprecher der Ministerien bei einer Regierungspressekonferenz für Bürgerinnen und Bürger 2018. Die Pressekonferenz leitet BPK-Vorstandsmitglied Tim Szent-Iványi (rechts neben Steffen Seibert). (Bundesregierung/Henning Schacht)

Wir Hauptstadtkorrespondenten haben uns vor 70 Jahren in Bonn zusammengeschlossen, um selbst Pressekonferenzen zu veranstalten, selbst die Regeln zu bestimmen und allen Mitgliedern dieselben Möglichkeiten zu geben, an Informationen zu kommen. Vielleicht wird das Besondere dieser Entscheidung noch deutlicher, wenn wir die weltweit gängige Praxis mit Fragen skizzieren. Warum ist es als Teil der Pressefreiheit überall akzeptiert, dass allein die Regierung entscheidet, ob sie eine Pressekonferenz abhält, wann sie sie macht, wen sie dazu einlädt, wem sie das Fragerecht einräumt, wer bei Nichtbeantworten Nachfragen stellen darf und wann die Pressekonferenz zu Ende ist? Diese sechs Umstände bilden sozusagen eine Einladung, im Zweifel keine Pressekonferenz auszurichten, wenn die Lage ungünstig ist, Journalisten »zufällig« nicht einzuladen oder ihre Wortmeldungen zu übersehen, wenn sie unangenehme Fragen haben könnten, auf Nachfragen dann schon gar nicht einzugehen und die Pressekonferenz zu beenden, wenn die Lage sich ungünstig entwickelt.

Dass es bei uns vor 70 Jahren gänzlich anders und mit fortwirkendem Erfolg auf die Schiene gesetzt werden konnte, hat vor allem mit drei Besonderheiten zu tun. Erstens: In Deutschland gab es bereits Erfahrung mit selbst organisierten Pressekonferenzen; noch in den letzten Tagen des Kaiserreiches hatten unsere Vorgänger das auf den Weg gebracht, und die Berliner Pressekonferenz hatte die gesamte Weimarer Republik über funktioniert, bis sie von den Nationalsozialisten zweckentfremdet wurde. Zweitens: Es war ein Neuanfang in Bonn; als die Korrespondenten an die Gründung der Bundespressekonferenz gingen, gab es noch kein Bundespresseamt. Die Kollegen wussten, dass sie es selbst in die Hand nehmen mussten, wenn sie schnell an präzise Informationen kommen wollten.

Pressekonferenz im Saal der Bundespressekonferenz im Tulpenfeld in Bonn: (Hinten an den Mikrofonen von links:) Regierungssprecher Klaus Bölling, Bundeskanzler Helmut Schmidt und Ernst Ney, Vorsitzender der
Bundespressekonferenz. (Bundesregierung/Detlef Gräfingholt)

Und drittens kam es unserem ersten Gast, Bundeskanzler Konrad Adenauer, sehr entgegen, dass er einen Vorwand hatte, seine Absichten zuerst den Hauptstadtkorrespondenten darzulegen und sich nicht den Erwartungen der Hohen Kommissare zu fügen. Deutschland war nicht vollständig souverän, aber Adenauer, der »alte Fuchs«, erkannte sofort, wie wichtig die BPK für ihn war, um in aller Öffentlichkeit seine Unabhängigkeit klar zu machen. Die Alliierten wollten doch Pressefreiheit in Deutschland, konnte Adenauer argumentieren. Und das bedeute doch, dass die Presse die Freiheit haben müsse, selbst zu Pressekonferenzen einzuladen, und da könne er ja unmöglich bestimmen, welche Fragen gestellt werden, und habe eben alle zu beantworten.

Bundeskanzler Konrad Adenauer (rechts) mit Regierungssprecher Karl-Günther von Hase bei einer Bundespressekonferenz nach seiner Rückkehr aus Paris. Einen Tag zuvor, am 22. Januar 1963, haben Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle den Elysée-Vertrag in Paris unterzeichnet. (Bundesregierung/Ludwig Wegman)

Über die Kanzlerbesuche und die regelmäßigen Pressekonferenzen mit dem Regierungssprecher entwickelte sich sehr schnell die Praxis, dass sich mit ihm die Sprecher aller Ministerien drei Mal in der Woche allen unseren Fragen stellen. Auch diese Tradition, die uns weltweit einmalig macht, geht nun ins siebte Jahrzehnt. Beinahe ebenso alt ist unser Bundespresseball, mit dem wir seit den frühen 50er-Jahren einmal im Jahr unseren Gästen Danke sagen dafür, dass sie an der gelebten Pressefreiheit mitwirken und sich übers Jahr so manches Mal von uns »grillen« lassen.

Neben diesem Kerngeschäft pflegen wir die Einladung an Minister, Parteien, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, Kirchen, NGOs und viele andere, die für die politische Berichterstattung über die Bundespolitik wichtig sind. Wir passen das alles mit Augenmaß dem Wandel in Politik, Medien und Gesellschaft an. Wir tun das behutsam, machen nicht jede Modewelle mit, damit wir uns nicht mit ihr schnell überleben und wie von gestern erscheinen. Aber wir stehen fest zu unseren Prinzipien, die auf diese Weise jung und frisch bleiben, sodass uns viele Kollegen rund um den Globus darum beneiden. Deswegen haben wir allen Grund, beim Bundespresseball auch mal auf unseren runden Geburtstag anzustoßen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer traditionellen Sommerpressekonferenz in der BPK (von links nach rechts: Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, Angela Merkel, Gregor Mayntz, Vorstandsvorsitzender der Bundespressekonferenz). (Bundesregierung/Felix Zahn)

Von Dr. Gregor Mayntz, Vorsitzender der Bundespressekonferenz, veröffentlicht im GLANZ Magazin zum Bundespresseball 2019

Wir danken der Bundesbildstelle des Presse- und Informationsamtes für die Bereitstellung der hier gezeigten Aufnahmen.

27. August 2019
Ein Preis als Zeichen

Der polnische Journalist Jacek Lepiarz wird in diesem Jahr mit dem Preis der Bundespressekonferenz geehrt.

Jazek Lepiarz erhält beim Bundespresseball den Preis der Bundespressekonferenz für das Jahr 2019. Der 65-Jährige ist nicht nur ein geschätzter Kollege, der mit seinen Fragen wie viele andere Mitglieder des Vereins der ausländischen Presse (VAP) zum Funktionieren der BPK beiträgt, er hat auch viel zum Verständnis der Deutschen von Polen und der Polen von Deutschland beigetragen.
Lepiarz freut sich, den Preis stellvertretend auch für viele Kolleginnen und Kollegen entgegennehmen zu können, die unter dem zunehmenden Druck der Regierungen in einer ganzen Reihe von Ländern Europas zu leiden haben und die Unabhängigkeit der Berichterstattung gefährdet sehen. Insofern soll der Preis in diesem Jahr auch ein besonderes Zeichen sein.

Weil er wissen wollte, was hinter dem Mord an seinem Großvater stand, sah sich Lepiarz als junger Student in seiner Entscheidung bestätigt, Deutsch zu lernen. Wie kam es zu den Massenmorden an polnischen Offizieren, zu denen auch Hauptmann Jan Papierski gehörte? Welche Rolle spielte der Hitler-Stalin-Pakt? Er war an der Uni in Warschau für Studenten im Original in Deutsch zugänglich. Und Lepiarz studierte.

Jacek Lepiarz (Florian Gaertner/ photothek.net)

Bei der deutschen Botschaft in Warschau fand er eine erste Anstellung, arbeitete mit an der Erstellung der täglichen Presseschau und aktuellen Analysen, und über die Beschäftigung als Producer im ARD-Studio bekam er weitere Kontakte zum deutschen Journalismus. Als Ergebnis konnte er bei Renate Marsch im Warschauer dpa-Büro beginnen. »Eine fantastische Chefin«, schwärmt Lepiarz noch heute.

1999 wechselte er nach Berlin – und die Perspektive. Nicht mehr für Deutsche aus Polen, sondern für Polen aus Deutschland berichtete er nun im Auftrag der Polska Agencja Prasowa (PAP). Und war stets vorne dabei. Acht Jahre später wieder Perspektivwechsel. Nun übernahm er das dpa-Büro in Warschau, hielt die Deutschen über die Vorgänge in Polen auf dem Laufenden.

Der erneute Wechsel Ende 2012 nach Berlin, wieder zur PAP, sollte nach seiner Vorstellung eigentlich sein letzter sein. Lepiarz hatte längst einen guten Namen in beiden Ländern. Doch dann errang die PiS, die Partei Recht und Gerechtigkeit, die Mehrheit und begann damit, die staatlichen Medien personell und inhaltlich umzubauen. Lepiarz betont, dass er selbst bis zum Schluss alles habe schreiben können. Doch im Umfeld wechselten die Personen, verstärkten sich die Vorgaben, mehr entlang der »polnischen Staatsräson« zu berichten. Und als Quelle durchaus auch mal Steve Bannon und seinen Breitbart-Kanal zu nutzen.

»Ich will nicht Teil dieses Konglomerates sein«, sagte sich Lepiarz. Und ganz konkret:
»Mein Name soll nicht für diese Veränderung der öffentlichen Medien in Polen stehen.
«Sicherlich hätten auch zuvor schon alle Regierungen versucht, Einfluss auf die öffentlichen Medien zu nehmen, aber »keine derart hemmungslos wie diese«, erläutert Lepiarz. So stand sein Entschluss fest, der PAP den Rücken zu kehren und auf den letzten Metern bis zum Ruhestand sein journalistisches Know-how der Deutschen Welle zur Verfügung zu stellen.

Von Dr. Gregor Mayntz, Vorsitzender der Bundespressekonferenz, veröffentlicht im GLANZ Magazin zum Bundespresseball 2019

27. November 2018
Austern und Currywurst – so feiert die Polit- und Medienprominenz beim 67. Bundespresseball

Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle war Medienpartner beim Bundespresseball am 23. November 2018 im Berliner Hotel Adlon Kempinski und hat in einer Sondersendung über das wichtigste gesellschaftliche Ereignis in der deutschen Hauptstadt berichtet.

In einem 12-minütigen Feature (deutsch/englisch) begleitet die DW hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur durch den Ballabend und berichtet mitten aus dem Geschehen. Die Reporter des Kultur- und Lifestyle-Magazins „Euromaxx“ stehen beim traditionellen Eröffnungswalzer von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der ersten Reihe und interviewen Politiker, Prominente und Journalisten. Außerdem werfen die Reporterinnen Andrea Bickerich und Mirja Viehweger einen Blick hinter die Kulissen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Sie sprechen mit den Organisatoren des Mega-Events und Stephan Eberhard, dem Küchendirektor im Hotel Adlon Kempinski. Er hat das Food-Konzept für die Ballnacht entwickelt. Für die Flaniergäste gibt es Delikatessen wie Austern mit Geschmacksperlen, edle Beilagen wie Champagner-Rahmkraut, aber auch die berühmte Adlon-Currywurst. „Kaleidoskop“ ist das Motto des diesjährigen Bundespresseballs, der zum vierten Mal in dem traditionsreichen Luxushotel gefeiert wird, und entsprechend farbenfroh sind auch die kulinarischen Buffets gestaltet – vor allem die Desserts.

Zeitreise in die Bonner Republik

Bunt sind auch die Abendkleider der Gäste und bunt ist auch die Palette der Themen, über die Politiker und Journalisten an diesem Abend jenseits des Alltagsgeschäfts unterhalten. Seit 67 Jahren ist der Bundespresseball ein wichtiger Termin für viele Politiker und Parlamentskorrespondenten. Deshalb können sich die Zuschauer und Online-Nutzer auch auf eine kleine Zeitreise freuen. Bis 1998 fand der Bundespresseball in Bonn statt, seit 1999 wird er in Berlin gefeiert. Zuerst im Hotel InterContinental, dann im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof und seit 2015 im Hotel Adlon Kempinski am Brandenburger Tor.

Das Kultur- und Lifestylemagazin „Euromaxx“

Das Team der DW-Redaktion „Euromaxx“ berichtet seit 2014 über den Bundespresseball. Europa in seiner Vielfalt und Faszination – das zeigt die Sendung „Euromaxx – Leben und Kultur in Europa„. Sechs Mal pro Woche bietet das DW-Magazin aufregende Einblicke in die europäische Kultur und Lebensart: Je 26 Minuten mit interessanten Reportagen, Berichten und Porträts.

Daneben setzen Rubriken und Serien Schwerpunkte: „Euromaxx ambiente“ zum Beispiel stellt einmal pro Woche architektonisch interessante Wohnungen und Häuser vor. Bei der „Euromaxx extratour“ bestimmen Zuschauer aus der ganzen Welt die europäischen Reiseziele, die in der Sendung vorgestellt werden. In der Serie „50 Küchen, eine Heimat“ geht es auf eine kulinarische Weltreise durch Berlin. Einmal wöchentlich zeigt „Euromaxx“ Porträts von Köchen und Gastronomen, die in ihren Restaurants besondere Gerichte aus ihren Heimatländern auftischen.

„Euromaxx“ kommt direkt aus dem Herzen der deutschen Hauptstadt: Das Magazin sendet aus einem hochmodernen Studio in Berlin mit einem modischen und innovativen Design, einer Mischung aus realer Dekoration und Augmented Reality.

Mit „Euromaxx“ produziert die DW als erster Fernsehsender überhaupt ein vollwertiges Fernsehmagazin, das über Lebensart und Kultur in Europa berichtet. Damit präsentiert das deutsche Auslandsfernsehen den Zuschauern in aller Welt das moderne Deutschland als Teil des sich vereinenden Europas und unterstreicht einmal mehr seine Mittlerfunktion im internationalen Dialog.

Ein Feature vom Bundespresseball

Die schönsten Ball-Momente, die besten Outfits und die interessantesten kulinarischen Kreationen: Das 12-minütige Feature in den Sendesprachen Deutsch und Englisch zeigt die Highlights des 67. Bundespresseballs.

Die weitere Berichterstattung finden Sie hier auf Deutsch und auf Englisch.

27. Oktober 2018
Dürfen Ballroben bunt sein?

Oh ja, sie sollen sogar. Wir sagen: Nieder mit der Dauervernunft und dem ewigen Schwarzgraudunkelblau! Ein Plädoyer für mehr Mode-Mut und Spaß bei der Farbwahl.

„Was ziehe ich bloß an?“ Die Dame, die demnächst auf einen Ball geht, macht sich natürlich so ihre Gedanken. Der galante Ballbegleiter hat es da leichter: großer Gesellschaftsanzug, schon steht das Outfit. Die Sache mit dem Kleid ist indes verzwickter. Die Dame will schließlich nicht zu sehr auffallen. Aber auch nicht als Mauerblümchen durchgehen. Sophisticated wirken wäre schön, souverän sowieso! Also schwarz. Oder dunkelblau. Damit macht sie nichts falsch. Denkt sie.

Modisch sind wir heute in einem merkwürdigen Konsens angekommen: Bloß nicht zu viel Inszenierung, wenn es um die Garderobe geht. Bloß nicht anecken, aus dem Rahmen fallen. Zurückhaltung, bitte! Irgendwie schade. „Gedeckte Farben haben unseren Alltag übernommen: Autos sind anthrazit, unsere Alltagskleidung blau, sogar Kinderwagen sind zunehmend in neutralen Tönen gehalten. Dabei sind große Events wie der Bundespresseball für Frauen eine Gelegenheit, endlich wieder Mode-Mut an den Tag zu legen und zwischen den befrackten Männern hervorzustechen“, sagt Henriette Kuhrt, Stil-Kolumnistin der NZZ am Sonntag. Sie fordert: „Schluss mit der Dauervernunft, Seriosität und Unangreifbarkeit, die einem ein dunkles Kleid vermittelt – bunte Roben stehen für Glamour, Weiblichkeit und Lebenslust!“ In der Tat: Die Herren erscheinen ja fast uniformiert, sie lassen den Damen den Vortritt. Frauen mit ihren Roben sind auf einem Ballgeschehen die Hauptattraktion. Aber wie soll das gehen, ganz in grau oder schwarz?

„Viele vergessen, dass bunte Kleidung das Gesicht ganz anders in Szene setzt. Man sieht gleich viel gesünder und besser gelaunt aus. Und: Farbe streichelt die Persönlichkeit“, sagt Daniel Wingate, Modeschöpfer aus München. Der gebürtige US-Amerikaner hat u.a. für Strenesse und Hugo Boss entworfen, bei Escada war er lange Chefdesigner. Seit einem Jahr kreiert er für sein eigenes Label Wingate. „Dunkle Töne geben Sicherheit und lassen die Trägerin häufig dünner wirken. Aber Schwarz ist für mich wenig feminin und eher etwas für eine Beerdigung. Bei einem Ball feiert man doch das Leben!“ Wingate plädiert für mehr Freude an der Weiblichkeit. Denn gute Schnitte schmeicheln jedem Frauenkörper und allen Größen. Seine Kollektionen sind ein Beweis dafür. Und wer ein außergewöhnliches Kleid trägt, strahle gleich mehr Stolz und ein gewisses Standing aus. „Ein vom Schnitt her banales Kleid kann mit einer tollen Farbe eine unglaubliche Wirkung entfalten. Ein banaler Schnitt in schwarz ist tatsächlich einfach nur banal“, sagt der Designer.

Also: Mut tut gut! Raus aus der Comfortzone, weg vom Immergleichen. Und mehr Spaß an Mode, am Experimentieren. Angst vor einem Fashion-Fettnapf? Bracht es nicht. Denn: „Wenn das Kleid gut sitzt und aus einem eleganten Material besteht, kann nichts schief gehen. Ich würde nur von den pastelligem Eiskunstlauf-Polyester-Bomben mit Stickereien abraten“, sagt Stil-Expertin Henriette Kuhrt. Auf der anderen Seite: Ist nicht fast alles besser, als auf so einem Höhepunkt des gesellschaftlichen Kalenders bieder zu erscheinen? Übrigens gibt es ein deutliches Indiz dafür, dass die Ära der Zurückhaltung in der Mode nun zu Ende geht. Im Juni gab die italienische Marke Bottega Veneta nach 17 Jahren die Trennung von ihrem Designer Tomas Maier bekannt. Der hatte Legenden wie die handgeflochtenen Cabat-Taschen aus Leder geschaffen. Die Weltmarke stand für schlichte Eleganz und Diskretion. Ein Logo auf den Taschen? Fehlanzeige. Knallige Farben? Niemals. Jetzt also ein Kurswechsel. Es muss krachen, um mit Marken wie Gucci, Yves Saint Laurent und Balenciaga mithalten zu können.

Also die Damen, es wäre hinreißend, wenn Sie keine Lust mehr dazu hätten, durch Verzichtsästhetik zu punkten. Sie sind schon fast überzeugt? Na gut, ein letztes Argument hat Henriette Kuhrt noch: „Viele Designer sind dazu übergegangen, Farben einzusetzen, weil sie besser auf dem Bildschirm wirken – nach dem Motto ‚The screen has to scream‘. Wenn Sie sich hinterher auf Instagram oder in der Presse wiederfinden wollen, dann haben Sie mit einem farbigen Kleid eindeutig bessere Chancen.“

Von Kira Brück

25. November 2016
65 Jahre Bundespresseball

Vom ersten „Presse- und Funkfest“ im Bundeshaus in Bonn bis zum feierlichen 65. Bundespresseball im Hotel Adlon Kempinski. Ein Rückblick von Sönke Petersen, erschienen im GLANZ Magazin 2016.

Neugierig? Hier können Sie einmal ausführlich durch die letzten Jahrzehnte der Bundespresseball-Geschichte reisen…

Foto: Bundesregierung/Munker 1955